Theater

plakat Morgen komme ich MamaMorgen komme ich, Mama
Frei nach „Eine Frau allein“ von Dario Fo und Franca Rame Hier geht es zum Video

Manchmal braucht man so sehr jemanden zum Reden. Jemanden, der einem zuhört. Dabei muss dieser Jemand einen noch nicht einmal unbedingt verstehen können. Das Wichtigste ist, dass er einem zuhört. Warum das so wichtig ist? Vielleicht, um endlich aus dem Gefängnis aus eigenen Gedanken und Selbstgesprächen ausbrechen zu können.

Morgen komme ich, Mama

Eine Frau beginnt auf der Suche nach einem Gesprächs-partner über ihren Alltag zu berichten. Die Situationen die sie durchläuft schildern mehr als nur die Darstellung einer frustrierten, klassischen, unselbständigen Hausfrau. Maria lebt allein für und in ihrer Familie, geht in dieser auf und unter. Ein Bewußtseins- und Lebensraum wird dargestellt. Sie berichtet und erlebt ihre Geschichte, teils mit Fein-gefühl, teils mit Naivität. Aber auch ohne Hemmungen enthüllt sie in ihrem Monolog die gnadenlose Rolle, die Träume und Ängste einer einsamen Frau in einem von Machismo geprägten System, welches ihr nur einen engen Raum zum Leben läßt.

Ob dieses System noch Bestand hat oder nur in ihrem Bewußtsein immer wieder statt findet ist nicht klar.

Spiel: Juliane Meckert
Regie: Dmitry Borisov