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VERTRAUEN UND MACHT °2- Die Sehnsucht nach dem starken Staat
31. Juli 2026
17:30
Festival für Freunde Hof Dahnsdorf Hauptstr. 33-34 Planetal OT Dahnsdorf

Vertrauen und Macht°2 – Die Sehnsucht nach dem starken Staat
Wie viel Kontrolle braucht Sicherheit? Wie viel Vertrauen braucht Demokratie? beim Festival für FreundeEin partizipatives performatives Diskurs und Spiel Format über Macht, Misstrauen und die langen Schatten der Staatssicherheit.
Während die DDR-Führung ihren Bürger:innen misstraute, existierte gleichzeitig bei vielen Menschen eine tiefe Sehnsucht nach Stabilität, Ordnung und staatlicher Führung. Dieses Spannungsverhältnis wirkt bis heute nach: Wie prägen Erfahrungen von Kontrolle, Überwachung und Bevormundung unser Verhältnis zum Staat? Warum entsteht gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit das Bedürfnis nach „Sicherheit durch Kontrolle“? Warum gewinnt die Sehnsucht nach einem „starken Staat“ wieder an Kraft, obwohl 1989 für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung gekämpft wurde?
Die Veranstaltung „Vertrauen und Macht – Die Sehnsucht nach dem starken Staat“ eröffnet einen performativen Diskursraum zwischen Vergangenheit und Gegenwart. In inszenierten Debatten, performativen Reflexionen und offenen Gesprächsformaten werden Fragen nach Autorität, Demokratie und gesellschaftlichem Vertrauen verhandelt. Dabei treffen historische Erfahrungen aus der DDR auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen: der Ruf nach einem „starken Staat“, politische Polarisierung, Überwachungsdebatten und die Sehnsucht nach Orientierung in unsicheren Zeiten.
Das Publikum ist eingeladen, mitzudenken, Stellung zu beziehen und eigene Erfahrungen einzubringen. Die Veranstaltung versteht sich nicht als historische Rückschau, sondern als lebendige Auseinandersetzung mit der Frage, wie Demokratie Vertrauen herstellen kann — und was geschieht, wenn dieses Vertrauen verloren geht.
Vorab laden wir Besucher:innen ein, sich aktiv zu beteiligen:
Fragebogen: Über einen Fragebogen können Gedanken und persönliche Perspektiven bereits vor der Veranstaltung eingebracht werden.
Dieses Spiel und Diskursformat ist Teil des Projekts „VERRAT – Es hängt ein Grauschleier über der Stadt“ (AT), das die Nachwirkungen der Staatssicherheit und der Transformation bis in die Gegenwart untersucht. Hier geht es zu mehr Informationen: Homepage
Darsteller:innen: Alexandra Finder und Juliane Meckert führen durch die Veranstaltung
Die Teilnehmenden: special guest Du & Du und Du!
Sound und Musik: Alexis Ludwig
Texte: u.A. von Hannah Arendt
Grafik: pegman graphics
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Grenzen/los? Perspektiven der dritten und vierten Generation Ost
14. August 2026
18:30
Berlin Ausstellung im Humboldt Forum Schloßplatz 10178 Berlin

Elise Landschek (DIE ZEIT) im Gespräch mit Ngoc Anh Nguyen, Juliane Meckert und Flor Fischer
Menschen, die kurz vor oder nach dem Mauerfall geboren wurden, haben die DDR oft kaum selbst erlebt. Und dennoch prägen Unterschiede zwischen Ost und West bis heute ihren Alltag und ihr Arbeiten.
In dieser Veranstaltung sprechen ostdeutsche Kulturschaffende darüber, wo ihnen diese Grenzen heute noch begegnen. Es geht um Unterschiede bei Einkommen und Zugängen, um Netzwerke und Repräsentation, um Ausgrenzung – und auch um Rassismus im Kontext der Nachwendezeit und des aktuellen Rechtsrucks.
Persönliche Erfahrungen treffen auf gesellschaftliche Perspektiven. Du bekommst Einblicke in Lebensrealitäten, die von Freiheit und zugleich bestehenden Barrieren geprägt sind.
Es diskutieren die Sozialarbeiterin und Musikerin Ngoc Anh Nguyen, Theatermacherin und Schauspielerin Juliane Meckert und Autor und Podcaster Flor Fischer. Es moderiert Elise Landschek.
Über Grenzen
Die Veranstaltung bildet den Auftakt der vierteiligen Reihe „Über Grenzen: Ziehen, Einreißen und Verschieben“. Rund um den 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer richten wir den Blick auf Grenzen in Geschichte und Gegenwart, in der Gesellschaft und im eigenen Alltag.