Termine



  • WAS IST DENN DA IM OSTEN LOS?

    01. Juni 2024

    20:30

    LOFFT - DAS THEATER, Spinnereistraße 7, Halle 7 04179 Leipzig

    Ein inszeniertes, partizipatives Diskursformat im Rahmen des Projekts „WIR KRIEGEN EUCH ALLE!“ von WESSER | MECKERT.

    Wer Ostdeutschland verstehen will, muss die Zeitebenen vor, während und nach dem Mauerfall miteinander verbinden und Zusammenhänge verstehen. Ohne die Geschichten dieser chaotischen und auch brutalen Zeit ist auch das Erstarken rechter und neonazistischer Gruppen und der Erfolg der AfD nicht zu verstehen, denn diese Jahre ragen weit ins Heute. Die Neunziger und Nullerjahre in Ostdeutschland sind im Allgemeinen und im Kontext Rechtsextremismus so gut wie nicht aufgearbeitet. Noch immer gibt es wenig öffentliche Diskussionen über die Ursachen und Auswirkungen.

    „WIR KRIEGEN EUCH ALLE!” ist ein Projekt über die letzten Tage der DDR und die chaotischen und gewaltvollen Jahre, die der Wiedervereinigung folgten: die sogenannten „Baseballschlägerjahre“. Das inszenierte, partizipative Diskursformat WAS IST DENN DA IM OSTEN LOS? ist eine Einladung des künstlerischen Teams des Projekts, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Darsteller*innen von „WIR KRIEGEN EUCH ALLE!” führen durch den Abend. Mit Szenen aus der Performance, Livemusik, partizipativen Spielmomenten und Diskussion mit dem Publikum laden sie ein zu einer diskursiven Zeitreise, die wichtige Fragen gemeinsam stellen will.

    Die Lebensrealität im Osten wurde und wird oft als Untersektion der deutschen Geschichte abgetan und nicht als gesamtdeutsch wahrgenommen. Diana Wesser und Juliane Meckert machen in der Zusammenarbeit mit ehemaligen DDR-Punkmusikern von so namhaften Bands wie L’Attentat, IchFunktion oder Herbst in Peking u. a. die Relevanz dieser Erfahrungen über das Biografische deutlich. Damit möchten sie eine Erinnerungslücke in der gesamtdeutschen Geschichtsschreibung schließen.
    Im Rahmen von DIE KUNST, VIELE ZU BLEIBEN.

    Am Sonntag, den 02.06.2024 findet um 18:30 Uhr eine Vorstellung von „WIR KRIEGEN EUCH ALLE!“ im LOFFT – DAS THEATER statt.

    KONZEPT + REGIE + TEXT + SOUND Juliane Meckert und Diana Wesser
    MUSIKALISCHE LEITUNG Hans Narva
    MUSIK + PERFORMANCE Torsten „Pegman“ Füchsel, Titus Jany, Key Pankonin und Bernd Stracke
    BÜHNE Friedrich Hartung und Hans Innenhof
    KOSTÜM Muriel Kunkel und Carlotta Huck
    VIDEO Thilo Neubacher und Konrad Behr
    REGIE- + PRODUKTIONSASSISTENZ Anika Fey
    FOTO Diana Wesser

  • „WIR KRIEGEN EUCH ALLE!“

    02. Juni 2024

    18.30 Uhr

    Lofft- Das Theater, Saal, Spinnereistraße 7, Halle 7 04179 Leipzig

    Es wird laut, es wird wild, es wird zart. Mit fünf früheren DDR-Punkmusikern wird der Theatersaal zum Punkkonzert – es darf getanzt werden!

    „Wir kriegen euch alle!“ riefen Neonazis ihren Opfern hinterher. Außerdem ist dieser Ausspruch der Titel eines 1991 erschienenen Albums der DDR-Punkband Feeling B. „WIR KRIEGEN EUCH ALLE!“ ist nun der Titel einer Performance über die letzten Tage der DDR und die chaotischen und gewaltvollen Jahre, die der Wiedervereinigung folgten. Eine Zeit, an die aktuell unter dem Hashtag #baseballschlägerjahre erinnert wird. Die Produktion setzt sich mit diesen Jahren der blanken Anarchie auseinander und widmet sich den Folgen, die diese für Zivilgesellschaft und die Generation derjenigen hatte, die damals jung waren. Dazu beschreibt das Stück auch den Widerstand gegen die Rechten, wie dieser ablief und wie sich organisiert wurde.Juliane Meckert und Diana Wesser spannen einen zeitlichen Bogen über die Schnittstellen politischer Identitäten, der von der NS-Zeit bis in die Gegenwart reicht und haben dafür gemeinsam mit fünf früheren DDR-Punkmusikern eine „Zeitzeugen-Band“ gegründet. Hans Narva (Herbst in Peking & The Inchtebokatables), Key Pankonin (Die Firma & Ichfunktion), Titus Jany (The Inchtebokatables), Bernd Stracke (L’Attentat & Wutanfall) und Torsten „Pegman“ Füchsel (Rosengarten & B.Crown) stehen gemeinsam auf der Bühne und verwandeln das LOFFT in Punkkonzert, Jugendclub, Plattenbau, Fightclub, zur Straßenbahn und Fernseh-Ecke mit Mufuti. Die Lebensrealität im Osten wurde lange als Untersektion der deutschen Geschichte abgetan und nicht als gesamtdeutsch wahrgenommen. Das Projekt „WIR KRIEGEN EUCH ALLE!“ ist ein Versuch, die Relevanz dieser Erfahrungen deutlich zu machen und eine Erinnerungslücke in der Geschichtsschreibung zu schließen. Persönliche Geschichten machen die Thematik sichtbar und setzen gleichzeitig dem Bild des „Jammer-Ossis“ eine kraft- und lustvolle Erzählung gegenüber.

    Ab 15 Jahren.

    Eine Produktion von WESSER|MECKERT in Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts. Gefördert durch die Stadt Leipzig – Kulturamt und die Amadeu Antonio Stiftung.Mit freundlicher Unterstützung der Gedenkstätte Bautzen, des Hanse 3 e.V. (Dresden), Schützenhaus Wehlen und der EJBW Weimar.

    KONZEPT+REGIE+TEXT+SOUND Juliane Meckert, Diana Wesser MUSIKALISCHE LEITUNG Hans Narva ZEITZEUGENBAND + PERFORMANCEHans Narva, Bernd Stracke, Key Pankonin, Titus Jany, Torsten „Pegman“ Füchsel BÜHNE Friedrich Hartung, Hannes Innenhof KOSTÜM Muriel Kunkel, Carlotta Huck VIDEO Thilo Neubacher, Konrad Behr BERATUNG Anna Stiede PRODUKTIONSLEITUNG Gina Zimmermann REGIE- + PRODUKTIONSASSISTENZ Anika Fey ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Claudia Laßlop FOTO Diana Wesser

    DANK AN Ingo Hasselbach, M. Kruppe, Makarios (die Art), Henning Rabe (Iron Henning), Jana Schlosser (Namenlos), Christian Bangel, Aram Radomski und alle, die ihre Geschichten mit uns geteilt haben.

    Dauer etwa 130 Minuten

    Im Rahmen der Veranstaltungsreihe DIE KUNST, VIELE ZU BLEIBEN findet am Samstag, den 01.06.2024 um 20:30 Uhr das dazugehörige Diskursformat WAS IST DENN DA IM OSTEN LOS? statt. Außerdem findet am Sonntag, den 02.06.2024 um 18:30 Uhr eine weitere Vorstellung statt.

  • Wer stört hier wen und wie? Dialogräume schaffen und halten

    05. Juni 2024

    10 Uhr

    online

    Theater ist Diskurs, den es an vielen Stellen gerade dringend braucht. Wie können Theater- und Kunstschaffende sich diesbezüglich stärken, sich verbinden und schützen, um den einfachen Antworten und der viel beschriebenen „Spaltung der Gesellschaft“ an verschiedenen Stellen entgegenzutreten?

     

    Vor dem Hintergrund des steigenden Rechtspopulismus untersuchen wir in diesem Workshop Formate, die Diskursräume eröffnen. Wir stellen verschiedene Formate vor und bilden einen Think Tank, um gemeinsam Erfahrungen auszutauschen und uns gegenseitig zu unterstützen.Im zweiten Teil des Workshops befassen wir uns mit den Fragen: Wer stört hier wen? Wer sind die Störer*innen? Wie gehen Theater- und Kunstschaffenden mit Störer*innen um und wie wird mit ihnen umgegangen? Wir erarbeiten gemeinsam eine Gebrauchsanleitung für das gegenseitige Stören.Referent*innen: Anna Sophia Barth (Künstlerin, Autorin) und Juliane Meckert (Schauspielerin, Regisseurin, Theaterpädagogin) Der Workshop findet in deutscher Lautsprache online via zoom statt und ist kostenlos.
    Anmeldung bis zum 31. Mai 2024 möglich über eventbrite: https://www.eventbrite.de/e/906018334227?aff=oddtdtcreator
    oder telefonisch unter 030 51 56 52 5 40Sollten Sie nach Anmeldung kurzfristig nicht teilnehmen können, bitten wir Sie höflich um eine offizielle Abmeldung.Rückfragen per Mail an: verbindungen.foerdern@darstellende-kuenste.de
    Der Workshop „Wer stört hier wen und wie? Dialogräume schaffen und halten.“ setzt das Qualifizierungsprogramm „Demokratie fördern – Mit Wissen zum Handeln für eine vielfältige Gesellschaft qualifizieren“ fort, des Bundesverband, Freie Darstellende Künste
  • „Verbindungen fördern“: Die Relevanz des Erzählens ostdeutscher Geschichte(n) im Theater – Erfahrungsbörse mit WESSER | MECKERT

    06. Juni 2024

    10 Uhr

    Online

    Das Qualifizierungsprogramm „Demokratie fördern – Mit Wissen zum Handeln für eine vielfältige Gesellschaft qualifizieren“ wird durch die Erfahrungsbörse: Die Relevanz des Erzählens ostdeutscher Geschichte(n) im Theater“ fortgesetzt.

    #Handeln und Halten

    In der Erfahrungsbörse teilen die Theatermacherinnen Diana Wesser und Juliane Meckert (WESSER | MECKERT) relevante Erkenntnisse aus der intensiven Arbeit an ihrem Projekt “Wir kriegen Euch alle!”. Dieses Projekt ist eine dokumentarische Performance über die letzten Tage der DDR und die chaotischen und gewaltvollen Jahre, die der Wiedervereinigung folgten – die sogenannten „Baseballschlägerjahre“. In Zusammenarbeit mit fünf früheren DDR-Punkmusikern macht “Wir kriegen Euch alle!” die Relevanz dieser Thematik über biografische Elemente und Erfahrungen sichtbar.

    Wer Ostdeutschland verstehen will, muss die Zeitebenen vor, während und nach dem Mauerfall miteinander verbinden und Zusammenhänge verstehen. Ohne die Geschichten dieser chaotischen und auch brutalen Zeit ist auch das Erstarken rechter und neonazistischer Gruppen und der Erfolg der AfD nicht zu verstehen, denn diese Jahre ragen weit ins Heute.Diana Wesser und Juliane Meckert spannen einen zeitlichen Bogen über die Schnittstellen politischer Identitäten, der von der Nationalsozialismus-Zeit bis in die Gegenwart reicht, hinterfragen rechte Kontinuitäten in Ost- und Westdeutschland und sprechen darüber, warum Theater gerade im Osten extrem wichtig ist. Im anschließenden Austausch haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre eigenen Erfahrungen bezüglich des Handelns und Haltens von Diskursräumen zu teilen und sich gegenseitig zu inspirieren.

    Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache online via zoom statt und ist kostenlos.
    Anmeldung bis zum 04. Juni 2024 möglich über eventbrite https://www.eventbrite.de/e/die-relevanz-des-erzahlens-ostdeutscher-geschichten-im-theater-tickets-911281837507
    oder telefonisch unter 030 51 56 52 5 40

    Sollten Sie nach Anmeldung kurzfristig nicht teilnehmen können, bitten wir Sie höflich um eine offizielle Abmeldung.

    Rückfragen per Mail an: verbindungen.foerdern@darstellende-kuenste.de